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©Spital regiunal Surselva 2012

Flims

Flims ist der grösste Ort der Alpenarena. Der Kern von Flims Dorf mit seinen schmalen Gassen liegt oberhalb der Hauptstrasse. Rund um die Kirche St. Martin stehen noch einige alte Häuser und Stadel. Ansonsten spiegelt die Architektur recht deutlich den touristischen Boom der 60er und 70ger Jahre wider - mit Ausnahme des Schlössli aus dem 17. Jh., in dem heute die Gemeindeverwaltung untergebracht ist.

Mitten im Ort fällt an der Hauptstrasse ein strahlend weisser kubischer Bau ins Auge: das Gelbe Haus - der Name erinnert an die alte Farbe des Putzes. Die radikale minimalistische Neugestaltung erfolgte nach Plänen des Flimser Architekten Rudolf Olgiati. Sein Sohn Valerio  beraubte das Haus des alten Daches, schlug den Putz herunter und entfernte alle Zwischenwände. In den so entstandenen drei grossen Räumen finden heute wechselnde Ausstellungen zu kulturellen Themen statt (Tel. 081 936 74 14; nur bei Ausstellungen Mi-Sa 14-18, So 11-18 Uhr).

In der anderen Hälfte der Doppelgemeinde, Flims Waldhaus, liegen die Wurzeln des Fremdenverkehrsortes. Die gesamte Siedlung liegt auf dem ehemaligen Areal der 1877 eröffneten Park Hotels Waldhaus, das inzwischen zwar deutlich verkleinert wurde, aber immer noch eine Welt für sich darstellt. Nicht nur durch die riesige Parkanlage nimmt das Luxushotel eine Sonderstellung im Kanton ein, sondern vor allem durch sein kulturelles Angebot. Bemerkenswerter ist aber die Tatsache, dass im Pavillon des Hotels seit Beginn der 90er Jahre mehrere Kleinmuseen eingerichtet wurden. Auslöser war die Entrümpelung des Speichers im Hauptgebäude, bei der nicht nur  das 1904 gemalte "Flimser Panorama" von Giovanni Giacometti zum Vorschein kam, das inzwischen die Lobby ziert, sondern auch zahlreiche Gerätschaften aus der Belle Epoque. Und so wurde 1992 das Hotelmuseum eröffnet, in dem vom silbernen Kaffeekännchen über riesige Kupfertöpfe bis zur ersten Telefonanlage vieles an die Blüte der Hotelkultur erinnet. Inzwischen sind Kristallkluft, Schlitten- und Olgiati-Museum hinzugekommen. (Mitte Dez.-Mitte April, Juni-Mitte Okt. Fr - So 16-18 Uhr).

Wahrzeichen von Flims ist der Flimserstein, der bedrohlich über dem Ort aufragt. Inzwischen scheint die Gefahr eines Bergsturzes, wie Satellitenmessungen zeigen, nicht mehr akut zu sein, doch am Ostermontag des Jahres 1939 brach ein grosses Stück aus der Felswand und verschüttete das Kinderheim von Fidaz. Elf  Kinder starben, vier von ihnen konnten nie gefunden werden.

Auf dem Rücken, der das leicht hängende Plateau am oberen Ende abschliesst, wurde ein Naturpfad eingerichtet mit Tafeln zu Geologie, Flora und Fauna. In erster Linie lohnt sich der Ausflug auf den Cassonsgrat (2674 m) - übrigens ein idealer Startpunkt für Paraglider - aber wegen der hervorragenden Aussicht über die Gipfel des Kantons, in die Seitentäler der Surselva und auf die Kette der Tschingelhörner. An deren Ende befindet sich das Martinsloch, durch das zweimal im Jahr die Sonne für wenige Minuten genau den Kirchturm von Elm im Kanton Glarus beleuchtet. An der Nordwand des Flimsersteins bieten sich hervorragende Möglichkeiten zur Beobachtung von Steinböcken, die hier in einer relativ grossen Kolonie leben.

 

Alpenarena, Verkehrsverein

 
 
 

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