Gelenksersatz

Schulter

Eine Abnützung an der Schulter (Arthrose) oder auch ein schwerer Schultergelenksbruch kann zur Notwendigkeit einer Kunstgelenkversorgung führen. Hierbei gibt es mehrere verschiedene Möglichkeiten zum Gelenksersatz. Welcher der richtige für die jeweilige Situation ist, muss individuell besprochen und festgelegt werden. Generell wird die Indikation zum Schultergelenksersatz im Gegensatz zu Hüfte und Knie sehr zurückhalten gestellt, da noch nicht sehr viel Erfahrung über den langjährigen Erfolg vorliegen und im Schulterbereich die Komplikationsmöglichkeiten höher sind als an Hüfte oder Knie.
Ein Spitalaufenthalt von mehreren Tagen ist notwendig, die Nachbehandlung schliesst eine physiotherapeutische Beübung mit ein und dauert mehrere Monate. Eine Arbeitsunfähigkeit ist ebenso für mehrere Wochen bis Monate zu erwarten.

Hüfte

Die Versorgung der Hüfte mit einem Kunstgelenk, zumeist bei Arthrose, seltener als Folge einer Fraktur, gehört zu den erfolgreichsten medizinischen Eingriffen in der Geschichte der Medizin. Hierbei wird die geschädigte Hüftpfanne und der Oberschenkelkopf präpariert und mit künstlichem Material ersetzt. Mittlerweile zeigen sich hier aufgrund verbesserter Materialien sehr gute mittlere Langzeitergebnisse über 20-30 Jahren mit steigender Tendenz. Die Operation wird mittlerweile im Normalfall "minimalinvasiv" durchgeführt, also mit möglichst geringer Gewebsschädigung, was den Erfolg der Operation noch verstärkt. So auch im Regionalspital Ilanz, wo wir ein seit vielen Jahren bewährtes Produkt einsetzen.
Der Patient tritt am Tag vor der Operation ein und verbleibt je nachdem, ob ein Anschlussaufenthalt in einer Rehabilitationsklinik geplant wird, zwischen  5 und 12 Tagen. Im Anschluss an die Operation werden Gehhilfen, Stöcke, benötigt, bei zementierten Prothesen kann eine Vollbelastung erfolgen, bei nichtzementierten Varianten muss ggf. eine Teilbelastung erfolgen. Das beste Modell muss individuell für den Patienten gewählt und mit ihm besprochen werden. Eine Arbeitsunfähigkeit ist für 6 bis 12 Wochen zu erwarten.

Knie

Wenn die Arthrose am Kniegelenk fortgeschritten und die knieglenkserhaltenden Massnahmen ausgeschöpft sind, muss ein künstliches Kniegelenk implantiert werden. Dieser Eingriff wird immer häufiger am Regionalspital Surselva durchgeführt.
Hierbei werden die kniebeteiligten Anteile des Ober- und des Unterschenkels ersetzt und ein künstlicher Meniskus eingebracht. Dies kann zementiert oder unzementiert erfolgen. Beide Möglichkeiten werden am Regionalspital Surselva angeboten und es wird mit dem Patienten besprochen, welche Variante für Ihn individuell in Frage kommt.
Der Patient tritt am Tag vor der Operation ein und verbleibt je nachdem, ob ein Anschlussaufenthalt in einer Rehabilitationsklinik geplant wird, zwischen  5 und 12 Tagen. Im Anschluss an die Operation werden Gehhilfen, Stöcke, benötigt, bei zementierten Prothesen kann eine Vollbelastung erfolgen, bei nichtzementierten Varianten muss ggf. eine Teilbelastung erfolgen. Eine Arbeitsunfähigkeit liegt zumeist bei 8 Wochen, kann aber auch mehrere Monate dauern.